Das Polnische Orchester Sinfonia Iuventus wurde auf Initiative von Jerzy Semkow, einem der bedeutendsten polnischen Dirigenten, gegründet. Es entstand durch Verordnung des Ministers für Kultur und Nationales Erbe vom 1. Oktober 2007 und ist eine staatliche Kulturinstitution. Ziel des Orchesters ist es, jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit zu geben, erste Erfahrungen im professionellen Orchesterspiel zu sammeln und sie auf eine Karriere in renommierten Klangkörpern vorzubereiten. Das Ensemble setzt sich aus den talentiertesten Absolventinnen und Absolventen der Musikhochschulen zusammen, die das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Sinfonia Iuventus nahm ihre künstlerische Tätigkeit im Juni 2008 auf. Seitdem arbeitete das Orchester mit zahlreichen herausragenden Dirigenten zusammen, darunter Jerzy Semkow, Kazimierz Kord, Jan Krenz, Krzysztof Penderecki, Gabriel Chmura, Antoni Wit, Tadeusz Strugała, John Axelrod, Charles Dutoit, Agnieszka Duczmal, Nicolae Moldoveanu, Juozas Domarkas, Grzegorz Nowak, Jerzy Maksymiuk, Michail Jurowski, Kirill Karabits, Tadeusz Kozłowski, Andrzej Boreyko, Marek Pijarowski, Mirosław Jacek Błaszczyk, Jerzy Salwarowski, George Tchitchinadze, Evgeny Volynsky, Gerd Schaller, Eugene Tzigane, Massimiliano Caldi, Andriy Yurkevych, Ruben Silva, Paweł Przytocki, Paul Esswood, Piotr Sułkowski, Tadeusz Wojciechowski, Jerzy Swoboda, Monika Wolińska, Wojciech Rodek, Marcin Nałęcz-Niesiołowski, Łukasz Borowicz, Marek Moś, Krzysztof Herdzin, Marek Wroniszewski, Johannes Wildner, Juya Shin, Alexandr Iradyan, Susanna Mälkki, Michał Klauza, Norbert Twórczyński, Maciej Tworek, Joanna Natalia Ślusarczyk, Julian Gilewski und Mirian Khukhunaishvili.
Zu den Solistinnen und Solisten, die mit dem Orchester auftraten, zählen unter anderem Konstanty Andrzej Kulka, Piotr Paleczny, Ivan Monighetti, Zakhar Bron, Krzysztof Jakowicz, Daniel Stabrawa, Paweł Kowalski, Aleksandra Kurzak, Roman Lasocki, Roberto Alagna, Tatiana Shebanova, Janusz Olejniczak, Jonathan Plowright, Abdel Rahman El Bacha, Eugen Indjic, Krzysztof Jabłoński, Olga Pasiecznik, Jadwiga Rappé, Vadim Repin, Jan Stanienda, Tomasz Strahl, Jakub Haufa, Łukasz Długosz, Alena Baeva, Leszek Możdżer, Yulianna Avdeeva, Bomsori Kim, Agata Szymczewska, Jakub Jakowicz, Piotr Pławner, Patrycja Piekutowska, Łukasz Kuropaczewski, José Torres, Adam Bałdych, Mateusz Smoczyński, Hyuk Lee, Rafał Bartmiński, Iwona Hossa, Piotr Nowacki, Olga Szomańska, Patrick Gallois, Michael Lethiec, Claudio Bohórquez, Stathis Karapanos, Alicja Śmietana, Jakub Waszczeniuk, Małgorzata Walewska, Heidi Stober, Aleksandra Świgut, Piotr Orzechowski und Seina Matsuoka.
Das Orchester realisierte zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen für Universal Music, CD Accord, DUX, Polskie Radio, Albany Records, TVP Kultura und Warner Classics. Einen besonderen Platz in seiner Diskografie nehmen die unter der Leitung von Jerzy Semkow entstandenen symphonischen Aufnahmen Schubert (2008) und Tschaikowsky (2010) ein. Von großer Bedeutung sind zudem die Einspielungen der Werke Krzysztof Pendereckis unter der Leitung des Komponisten selbst, darunter der vollständige Zyklus seiner Symphonien (2010-2012) sowie eine Reihe von Solokonzerten (2014-2023).
Mehrere dieser Veröffentlichungen wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter der International Classical Music Award (2014 und 2016) sowie der polnische Fryderyk-Preis in der Kategorie Album des Jahres – Konzertmusik (2021).
Zum aufgenommenen Repertoire des Orchesters gehören darüber hinaus Werke zahlreicher weiterer polnischer Komponisten wie Fryderyk Chopin, Grażyna Bacewicz, Zygmunt Stojowski, Józef Koffler, Karol Kurpiński, Roman Palester, Henryk Wieniawski, Mikołaj Górecki, Krzysztof Meyer, Stanisław Moryto, Roman Statkowski, Antoni Szałowski und Piotr Moss.
Das Orchester gastierte auf renommierten Konzertpodien und Festivals in Polen und im Ausland, darunter im Wiener Musikverein, im National Centre for the Performing Arts in Peking, im Grand Auditorium UNESCO und Palais de la Musique et des Congrès in Frankreich, im Auditorio Nacional de Música in Madrid, im Konzerthaus Berlin sowie in Portugal, Italien, der Schweiz, Litauen und der Ukraine.
Seit April 2009 ist das Orchester Mitglied der European Federation of National Youth Orchestras (EFNYO) und seit September 2018 Mitglied des Verbands Polnischer Philharmonien. In den Jahren 2013 bis 2020 war Krzysztof Penderecki Ehrenkünstlerischer Patron des Orchesters. Im Oktober 2018 nahm das Orchester offiziell den Namen Jerzy Semkows an.