
Paweł Kapuła zählt zu den vielversprechendsten Dirigenten der jüngeren polnischen Generation. Für seine reifen Interpretationen eines breit gefächerten sinfonischen Repertoires und seine hervorragende dirigentische Technik geschätzt, wurde er nach seinem Debüt mit dem Sinfonieorchester der Nationalphilharmonie Warschau, bei dem er kurzfristig für Maestro Stanisław Skrowaczewski einsprang, als „Hoffnung des polnischen Dirigierens" bezeichnet.
In der Saison 2026/27 gibt er sein Debüt bei den BBC Proms und dirigiert das BBC Scottish Symphony Orchestra in der Royal Albert Hall in London. Weitere Höhepunkte sind Konzerte mit dem Gulbenkian Orchestra in Lissabon, den Symphonikern Hamburg, der Copenhagen Philharmonic, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem Danish Chamber Orchestra, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Polnischen Baltischen Philharmonie in Danzig sowie dem Karol-Szymanowski-Philharmonieorchester Krakau. Darüber hinaus dirigiert er das Eröffnungskonzert des 81. Internationalen Chopin-Festivals in Duszniki-Zdrój mit der NFM Wrocław Philharmonic sowie das Abschlusskonzert des Festivals
Wawel o Zmierzchu.
Im März 2026 stand er gemeinsam mit Martha Argerich auf der Bühne und dirigierte Prokofjews
Klavierkonzert Nr. 3 in der Hamburger Laeiszhalle.
In den vergangenen Spielzeiten arbeitete er unter anderem mit der NDR Radiophilharmonie Hannover, den Bremer Philharmonikern, dem Staatsorchester Mainz, dem Japan Philharmonic Orchestra in der Suntory Hall Tokio, dem Xi'an Symphony Orchestra, dem Guiyang Symphony Orchestra, dem Ulster Orchestra, dem Georgischen Kammerorchester Ingolstadt, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem Oslo Opera Orchestra, dem Sinfonieorchester Basel, der Meininger Hofkapelle, dem Gothenburg Opera Orchestra, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, der Janáček Philharmonic Orchestra, der Sibiu Philharmonic Orchestra sowie der Transylvanian State Philharmonic Orchestra zusammen.
Seit 2021 ist er Erster Gastdirigent des Sinfonieorchesters der Pommerschen Philharmonie in Bydgoszcz. In Polen dirigierte er außerdem das Orchester und den Chor der Nationalphilharmonie Warschau, das Nationale Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks in Kattowitz, Sinfonia Varsovia, das Polnische Orchester Sinfonia Iuventus, das Polnische Radioorchester Warschau, die NFM Wrocław Philharmonic, die Capella Bydgostiensis sowie die Philharmonieorchester von Danzig, Krakau, Zielona Góra, Jelenia Góra und Rybnik.
Zu seinen Einspielungen zählen eine Aufnahme sämtlicher Klavierkonzerte Beethovens mit dem Prague Philharmonic Orchestra und dem amerikanischen Pianisten Reed Tetzloff sowie ein Album mit Sinfonia Varsovia. Seit vielen Jahren arbeitet er außerdem mit dem Polnischen Radioorchester Warschau zusammen und realisiert zahlreiche Einspielungen, insbesondere mit wenig bekanntem Repertoire polnischer Komponisten.
Paweł Kapuła studierte Dirigieren an der Musikakademie Krakau bei Professor Tadeusz Strugała und schloss sein Studium in der Klasse von Professor Stanisław Krawczyński ab. Weitere künstlerische Erfahrungen sammelte er als Assistent von Jacek Kaspszyk an der Nationalphilharmonie Warschau sowie von Andrey Boreyko beim Orchestre National de Belgique. Darüber hinaus absolvierte er ein Studium der Musikwissenschaft an der Jagiellonen-Universität Krakau.
Paweł Kapuła, Foto: Kamil Szkopik