
Sie ist eine Cellistin mit Spezialisierung auf historische Aufführungspraxis. Regelmäßig arbeitet sie mit Ensembles wie Le Concert des Nations (Jordi Savall), Arte dei Suonatori und dem Orchestre des Champs-Élysées zusammen. Darüber hinaus tritt sie als Solistin auf; zu ihren bedeutenden Erfolgen zählt die Aufführung von Beethovens Tripelkonzert mit dem Orchestra of the Eighteenth Century im Jahr 2022. Einen besonderen Stellenwert in ihrer künstlerischen Tätigkeit nimmt die Kammermusik ein: In unterschiedlichen Besetzungen präsentierte sie Programme mit Musik des 19. Jahrhunderts bei Festivals wie Laus Polyphoniae in Antwerpen (2025), Misteria Paschalia (2023) sowie beim Festival Oude Muziek Utrecht (2022, 2023). Seit 2024 ist sie Teilnehmerin des Förderprogramms Intrada Scheme, das die Zusammenarbeit mit führenden europäischen Originalklangorchestern wie Dunedin Consort und Concerto Copenhagen ermöglicht.
Sie studierte Violoncello bei Roberto Trainini am Conservatorio Claudio Monteverdi in Bozen. Anschließend spezialisierte sie sich auf historisches Violoncello bei Catherine Jones in Verona und absolvierte ein Master- sowie ein Aufbaustudium im Fach Alte Musik bei Lucia Swarts am Königlichen Konservatorium in Den Haag. Die Künstlerin wirkte an zahlreichen Einspielungen, Rundfunkproduktionen und Festivals in ganz Europa mit und arbeitete unter anderem mit Il Giardino Armonico, Holland Baroque und dem Orchestra of the Age of Enlightenment unter der Leitung namhafter Dirigenten zusammen.
Im Jahr 2025 erhielt sie gemeinsam mit dem Cembalisten Maciej Skrzeczkowski den Da Vinci Publishing Award beim Wettbewerb „Young Sounds“. Als Ergebnis dieser Auszeichnung erscheint im Sommer 2026 ihr Debütalbum mit Sonaten für Violoncello aus dem 18. Jahrhundert.
Ebenfalls 2025 realisierte sie dank eines Stipendiums des polnischen Kulturministeriums eine Konzertreihe mit polnischer Kammermusik des 19. Jahrhunderts auf historischen Instrumenten.