
Einer der vielseitigsten polnischen Pianisten der jungen Generation. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter des V. Internationalen Maj Lind Klavierwettbewerbs in Helsinki (2022) und des XI. Internationalen Chopin-Wettbewerbs in Darmstadt (2017), Publikumsliebling beim XIX. Internationalen Fryderyk-Chopin-Klavierwettbewerb in Warschau (2025) sowie Preisträger der Chopin-Wettbewerbe in Peking (2016), Budapest (2018) und Krakau (2019). Darüber hinaus wurde er beim Internationalen Stanisław-Moniuszko-Wettbewerb für Polnische Musik in Rzeszów (2019), beim Internationalen Ignacy-Jan-Paderewski-Klavierwettbewerb in Bydgoszcz (2022) sowie beim Internationalen Chopin-Wettbewerb auf historischen Instrumenten in Warschau (2023) ausgezeichnet.
Er konzertierte in zahlreichen europäischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten, Kanada, China und Japan. Er trat mit vielen Orchestern auf, darunter mit dem Nationalen Philharmonischen Orchester in Warschau, der Baltischen Philharmonie, der Świętokrzyska Philharmonie, der Niederschlesischen Philharmonie sowie dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester. Er gastierte in renommierten Sälen wie der Berliner Philharmonie, der Philharmonie St. Petersburg, der Nationalphilharmonie in Warschau, der Sala Verdi in Mailand und dem Teatro alla Scala sowie bei Festivals wie „Kissinger Sommer“ in Bad Kissingen und „Chopin und sein Europa“ in Warschau.
In der Saison 2025/2026 tritt er in Japan, Deutschland, Finnland, dem Vereinigten Königreich, Italien und Polen auf und arbeitet unter anderem mit dem Philharmonischen Orchester Posen, dem Philharmonischen Orchester Zielona Góra, der Pori Sinfonietta sowie dem {oh!} Orchester zusammen. Seine Konzerttournee nach dem Chopin-Wettbewerb umfasst die meisten Philharmonien in Polen, darunter Krakau, Danzig, Stettin, Kielce und Oppeln, das Nationale Forum für Musik in Breslau sowie das Konzertstudio des Polnischen Rundfunks in Warschau, ebenso wie Auftritte in London, Mailand und Tokio.
Im Januar 2025 erschien ein Album mit Kammermusik von Józef Elsner, aufgenommen mit Musikern des Breslauer Barockorchesters (erste Einspielung auf historischen Instrumenten). Im Februar 2025 veröffentlichte das Fryderyk-Chopin-Institut sein Debüt-Soloalbum mit Werken von Fryderyk Chopin: eine Aufnahme seiner Auftritte beim II. Internationalen Chopin-Wettbewerb auf historischen Instrumenten.
Seine musikalische Ausbildung begann er im Alter von sechs Jahren an der Feliks-Nowowiejski-Musikschule in Danzig bei Ewa Włodarczyk und setzte sie anschließend bei Prof. Waldemar Wojtal bis zu seinem Studienabschluss im Jahr 2021 fort. Zudem absolvierte er eine Ausbildung im Fach Orgel in der Klasse von Dr. Hanna Dys und studiert derzeit Dirigieren an der Stanisław-Moniuszko-Musikakademie in Danzig in der Klasse von Prof. Zygmunt Rychert. Seit 2024 ist er außerdem Student der renommierten International Piano Academy Lake Como.
Der Pianist setzt sich für die Wiederbelebung der Improvisation in der klassischen Musik ein. Dabei orientiert er sich an der historischen Aufführungspraxis, etwa durch improvisierte Kadenzen in Mozarts Klavierkonzerten. Beim Chopin-Wettbewerb in Darmstadt erhielt er neben dem 1. Preis auch eine Auszeichnung für die beste Improvisation über Themen aus Webers „Der Freischütz“. 2020 gewann er den zweiten Preis beim Improvisationswettbewerb „Transatlantyk Instant Composition Contest“ im Rahmen des Internationalen Filmfestivals in Kattowitz.
Neben seiner pianistischen Laufbahn ist Piotr Pawlak auch Preisträger von Orgelwettbewerben und Mathematik-Olympiaden. Im Jahr 2020 schloss er sein Masterstudium der Mathematik an der Universität Danzig ab.