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KARŁOWICZ FEST | Denkmäler der Sinfonik

Sinfonisches Konzert
Sinfoniesaal
MUSIK
  • Mieczysław Karłowicz - Sinfonie e-Moll, „Wiedergeburt“ op. 7
Die Reihe Denkmäler der Sinfonik widmet sich herausragenden Werken der Orchesterliteratur – Kompositionen, die sich dauerhaft in die Musikgeschichte eingeschrieben haben und bis heute zu den prägenden Musikerlebnissen des Konzertpublikums weltweit zählen. Jedes Konzert dieser Reihe verbindet die Aufführung mit einer einleitenden Erzählung. So können Sie ein großes Werk nicht nur hören, sondern es auch besser verstehen, indem Sie seinen Kontext, seine Idee und seine innere Dramatik näher kennenlernen.

Die Sinfonie Wiedergeburt von Mieczysław Karłowicz ist eines der wichtigsten Werke der polnischen Sinfonik – ein außergewöhnliches Stück, da es persönliche Erfahrungen mit einer großen, universellen Erzählung über den Menschen verbindet. Karłowicz selbst hat seine Sinfonie mit einem Programm versehen, in dem er uns durch die einzelnen Etappen einer inneren Reise führt: vom Zweifel und dem Gefühl der Leere über das Erwachen und den Kampf bis zur Wiedergewinnung von Kraft und Sinn.

Der erste Teil beginnt in einer Stimmung tiefer Niedergeschlagenheit. Es ist ein Bild des Verlustes – des Zerfalls jugendlicher Träume und des Lebenssinns. Die Seele irrt umher, findet keine Richtung, versunken in Trauer und Trägheit. Über allem liegt eine Atmosphäre von Schmerz und innerer Zerrissenheit.

Im zweiten Teil bricht Licht herein. Aus der Starre erwächst ein neuer Lebensimpuls und mit ihm die Vision von Glück und Harmonie. Es ist ein Moment der Erleichterung, ein Hoffnungsschimmer. Die Welt erscheint wieder hell und voller Möglichkeiten, wenn auch noch nicht ganz wirklich.
Der dritte Satz führt zum jähen Zusammenbruch dieser Vision. Chaos, Unruhe und Aufbegehren kehren zurück. Die Illusion des Glücks zerbricht; die Seele gerät in einen Strudel aus Erfahrungen, Leidenschaften und widerstreitenden Emotionen. Es ist der dramatischste Moment der gesamten Sinfonie – die Konfrontation mit der Wirklichkeit.

Der Schlusssatz führt zur Überwindung dieses Zustands. Die Seele nimmt den Kampf auf und findet allmählich zu ihrem Gleichgewicht zurück. Aus dem Chaos erwächst eine Kraft, die zur Wiedergeburt führt – nicht als Rückkehr zu dem, was einst war, sondern als bewusster, gereifter Neuanfang. Die Sinfonie endet hymnenhaft mit einer Musik des Triumphs und der inneren Ruhe.

Wie dieses Werk entstand, welche Erfahrungen Karłowiczs sich darin spiegeln und wie sich seine außergewöhnliche musikalische Sprache erschließen lässt, erläutert Przemysław Neumann, Direktor der Philharmonie in Szczecin. So bietet sich die besondere Gelegenheit, die Musik des Namensgebers unserer Institution aus der Perspektive eines Orchesters zu erleben, das ihr regelmäßig begegnet und mit ihr in besonderer Weise vertraut ist.

Hören Sie ausgewählte Ausschnitte aus dem Konzertprogramm:

VIDEOS UND FOTOS


DETAILS
KARŁOWICZ FEST | Denkmäler der Sinfonik
18-12-2026 19:00
SinfoniesaalFilharmonia im. Mieczysława Karłowicza w Szczecinie
ul. Małopolska 48
70-515 Szczecin

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