Die Ausstellung Präsenz zeigt die Malerei von Łukasz Patelczyk als einen Raum, in dem zwei grundlegende Ordnungen aufeinandertreffen: die Kraft der Natur und die geometrische Struktur.
OTWARCIE WYSTAWY
Der Künstler verbindet die Sprache der Abstraktion mit der Landschaft und schafft Bilder, in denen die Natur ursprünglich und vom Menschen unberührt erscheint – frei von Gebäuden, Straßen oder anderen Spuren der Zivilisation. Es ist Natur in ihrer reinen, beinahe sakralen Form: ein Ort der Konzentration und der Freiheit. Im Kontrast dazu werden die geometrischen Formen zu Zeichen des Bewusstseins – zu Spuren des Denkens, eingeschrieben in die organische Materie der Welt. Sie dominieren die Landschaft nicht, sondern treten mit ihr in einen Dialog und schaffen ein subtiles Gleichgewicht zwischen dem Intuitiven und dem Rationalen.
Patelczyk erzählt keine Geschichten und beteiligt sich nicht an äußeren Diskursen. Seine Malerei bleibt frei von Ideologie und politischen Narrativen. Sie ist ein Akt der Kontemplation – eine Meditation über das Verhältnis von Chaos und Ordnung, von Ungezähmtem und Konstruiertem. Die Bildfläche wird zu einem Ort, an dem beide Ordnungen nebeneinander bestehen. Natur und Geometrie treten nicht in Konkurrenz zueinander, sondern bestimmen wechselseitig ihre Bedeutung. Die Bilder lösen diese Spannungen nicht auf, sondern bleiben offen und lassen Raum für einen aufmerksamen Blick und individuelle Erfahrung.