Die niederländische Violinistin Noa Wildschut ist erst 24 Jahre alt und hat sich bereits einen festen Platz in der internationalen Klassikszene erobert. Im Alter von sechs Jahren trat sie beim Kinderprinsengrachtconcert 2007 in Amsterdam live im niederländischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf. Ein Jahr später gab sie bei der Night of the Promising ihr Debüt im Großen Saal des Concertgebouw in Amsterdam. Seit September 2016 ist sie Exklusivkünstlerin bei Warner Classics.
Aleksandra Melaniuk zählt zu den vielversprechendsten Dirigentinnen der jungen Generation in Europa. Sie ist Stipendiatin des renommierten „Negaunee Conducting Program“ der San Francisco Symphony und der Colburn School. Sie ist bereits mit führenden Orchestern wie dem Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic aufgetreten. Darüber hinaus hat sie mit dem Chicago Symphony Orchestra und dem Royal Concertgebouw Orchestra zusammengearbeitet.
In der Interpretation dieser beiden herausragenden Künstlerinnen erklingt das 1. Violinkonzert von Max Bruch. Es ist zweifellos sein bekanntestes Werk und zählt zu den Eckpfeilern des romantischen Violinrepertoires. Das Konzert entstand in mehreren Etappen. Eine erste vollständige Fassung wurde bereits 1865 aufgeführt, doch Bruch war mit ihr noch nicht zufrieden. Nach eingehenden Überarbeitungen suchte er den Rat von Joseph Joachim, der die Widmung des Werks annahm und 1867 in Bremen die endgültige Fassung zur Aufführung brachte.
Formal besteht das Konzert aus drei Sätzen. Der erste trägt jedoch den Charakter eines Vorspiels und geht nahezu nahtlos in den weiteren Verlauf des Werks über. Darin unterscheidet sich Bruch vom klassischen Konzertmodell. Statt einer breit angelegten Sonatensatzform führt er unmittelbar in das musikalische Geschehen. Der Mittelsatz zählt zu den schönsten romantischen Kantilenen, während das Finale seine Energie aus tänzerischen Rhythmen und lebhafter Bewegung gewinnt.
Im zweiten Teil des Abends erklingt die Sinfonie in c-Moll von Felix Mendelssohn, die er 1824 im Alter von nur 15 Jahren komponierte. Es war seine erste Sinfonie für großes Orchester, nachdem zuvor bereits mehrere Streichersinfonien entstanden waren. Die öffentliche Uraufführung fand am 1. Februar 1827 in Leipzig statt. Nur 19 Tage später trat der junge Komponist und Pianist erstmals öffentlich in Stettin auf. Bei diesem Konzert wurde auch die Ouvertüre zu Ein Sommernachtstraum uraufgeführt. In wenigen Monaten jährt sich dieses Ereignis zum 200. Mal. Es zählt zu den bedeutendsten Momenten in der Musikgeschichte unserer Stadt.
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PhilHERmonie | Ode an die Jugend 23-10-2026 19:00
SinfoniesaalFilharmonia im. Mieczysława Karłowicza w Szczecinie
ul. Małopolska 48
70-515 Szczecin