
Für ihre „ansteckende Energie“ und die Eleganz ihrer Phrasierung gefeiert, widmet sich die Dirigentin Aleksandra Melaniuk besonders einem Repertoire, das von folkloristischen Einflüssen geprägt ist und sich durch starke dramatische Ausdruckskraft sowie farbenreiche Orchesterklänge auszeichnet. Derzeit ist sie Salonen Conducting Fellow im Rahmen des Negaunee Conducting Program an der Colburn School.
Zu den Höhepunkten der vergangenen Spielzeiten zählen ihr Debüt in den Abonnementkonzerten der Helsinkier Philharmoniker, ein Auftritt mit dem San Francisco Symphony Orchestra in der SoundBox-Reihe sowie eine kurzfristige Übernahme von vier Aufführungen von Verdis „La Traviata“ an der Opera Holland Park. In der Saison 2025/26 wird sie ihr Debüt beim Los Angeles Philharmonic im Rahmen der Reihe Symphonies for the Youth geben und am Verbier Festival Conducting Programme teilnehmen.
Als Cover-Dirigentin arbeitete sie unter anderem mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchestre de Paris, dem Los Angeles Philharmonic, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, dem San Francisco Symphony unter Esa-Pekka Salonen, dem Royal Concertgebouw Orchestra sowie dem Orquesta Nacional de España unter der Leitung von Simone Young zusammen.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt im Opernbereich. Aleksandra Melaniuk war Associate Conductor bei Verdis „La Traviata“ an der Opera Holland Park sowie Assistant Conductor bei Bizets „Carmen“ und Mozarts „La Clemenza di Tito“ an der Baltischen Oper. 2023 arbeitete sie gemeinsam mit Sian Edwards an Oliver Leiths Oper „Last Days“ im Rahmen des Britten-Pears Young Artist Programme in Zusammenarbeit mit dem Jette Parker Artists Programme des Royal Opera House.
Im März 2025 wurde sie in die Ziering-Conlon Initiative for Recovered Voices aufgenommen – ein Programm zur Wiederentdeckung von Musik jener Komponisten, die unter den repressiven Regimen Europas im 20. Jahrhundert verfolgt oder zum Schweigen gebracht wurden. Dazu zählt auch Mieczysław Weinberg, dessen Musik sie später in einem eigenen Konzertprogramm präsentierte.
Neben ihrer Tätigkeit im symphonischen und operatischen Bereich dirigierte Aleksandra Melaniuk auch beim Fiskars Summer Festival und der Fiskars Easter Session, organisiert von der LEAD! Foundation unter der künstlerischen Leitung von Jukka-Pekka Saraste. Darüber hinaus vertiefte sie ihre Ausbildung in Meisterkursen bei Paavo Järvi, Johannes Schlaefli, Sian Edwards, Nicolas Pasquet, Dalia Stasevska und James Gaffigan.
Aleksandra Melaniuk war die jüngste Halbfinalistin des 17. Donatella Flick Conducting Competition, bei dem sie das London Symphony Orchestra dirigierte. Außerdem wurde sie als eine der Preisträgerinnen des von Forum Dirigieren organisierten Projekts Das Kritische Orchester 2023 ausgezeichnet und erreichte das Halbfinale des International Conducting Competition in Rotterdam.
Aleksandra Melaniuk, Foto: L. Putkowski