
Die deutsche Dirigentin Katharina Morin ist seit dieser Spielzeit als Kapellmeisterin am Badischen Staatstheater Karlsruhe tätig, wo sie unter anderem Produktionen von Prokofjews „Romeo und Julia“, Tschaikowskys „Der Nussknacker“ sowie Brittens „Ein Sommernachtstraum“ dirigiert. Innerhalb kurzer Zeit hat sie sich ein internationales Profil erarbeitet und debütierte in renommierten Konzertsälen wie der Philharmonie de Paris und der Elbphilharmonie Hamburg.
Sie arbeitete bereits mit bedeutenden Klangkörpern wie dem Orchestre National Avignon-Provence, dem Gulbenkian Orchestra in Lissabon, dem Orquestra Sinfónica do Porto Casa da Música, dem Ensemble Reflektor sowie dem Opéra Orchestre National Montpellier zusammen. In der Saison 2025/26 wird sie unter anderem ihr Debüt bei der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, der Philharmonie Südwestfalen, dem Orquesta de Córdoba, dem Orchestre Pasdeloup sowie dem MDR-Rundfunkchor geben und damit ihre Präsenz auf der europäischen Musikszene weiter ausbauen.
Im Jahr 2024 wurde Katharina Morin beim internationalen Dirigierwettbewerb La Maestra mit dem Dritten Preis sowie dem Prix Génération Opéra ausgezeichnet. Im Oktober desselben Jahres erhielt sie den Ersten Preis beim Deutschen Preis für Chordirigieren, bei dem sie den renommierten RIAS Kammerchor leitete. Ihre doppelte Förderung durch das Forum Dirigieren – sowohl im Bereich Orchester- als auch Chordirigieren – führte zu Zusammenarbeiten mit Ensembles wie dem WDR Rundfunkchor und Chorwerk Ruhr.
Zu ihren Assistenzen zählen Tätigkeiten bei Robin Ticciati am Orchestre de Paris sowie bei Georg Fritzsch am Badischen Staatstheater Karlsruhe, wo sie an der Produktion von Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ mitwirkte. Zuvor war sie Assistentin an der Deutschen Oper Berlin (2023) und am Staatstheater Darmstadt (2022).
Neben ihrem abgeschlossenen Studium im Fach Chordirigieren absolviert Katharina Morin derzeit ein Masterstudium im Fach Orchesterdirigieren bei Marcus Bosch und Georg Fritzsch an der Hochschule für Musik und Theater München. Einen wichtigen Stellenwert in ihrer künstlerischen Entwicklung nimmt zudem die historisch informierte Aufführungspraxis ein: Sie nahm an Meisterkursen mit Thomas Hengelbrock und dem Ensemble Balthasar Neumann sowie an Interpretationsseminaren bei Kai Köpp teil.
Katharina Morin, Foto: Jakob Schad