
Sopranistin. Sie studierte an der Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau in der Gesangsklasse von Prof. Izabela Kłosińska (Masterstudium) sowie an der Musikakademie in Posen in der Klasse von Prof. Wojciech Maciejowski (Bachelorstudium). In der Spielzeit 2016/18 war sie Mitglied der Opernakademie des Teatr Wielki – Polnische Nationaloper.
Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, darunter des 9th Veronica Dunne International Singing Competition in Dublin (2. Preis und Sonderpreis), des 57. Internationalen Tenor-Viñas-Wettbewerbs (Finalistin), des V. Gesangswettbewerbs Jan, Edward und Józefina Reszke in Tschenstochau (3. Preis und Sonderpreis), des XXIII. Internationalen Riccardo-Zandonai-Wettbewerbs für junge Opernsänger in Trient (Sonderpreis), des Rudolf-Petrák-Gesangswettbewerbs in der Slowakei (1. Preis und Sonderpreis) sowie des I. Internationalen Wettbewerbs für geistlichen Sologesang Ars et Gloria in Kattowitz (2. Preis).
Sie nahm an zahlreichen Meisterkursen teil und arbeitete unter anderem mit Matthias Rexroth, Eytan Pessen, Matjaž Robavs, Mietta Sighele, Helmut Deutsch, Paul Plummer, Hedwig Fassbender, Tobias Truniger, Brenda Hurley, Olga Pasiecznik, Jolanta Żmurko, Ramón Vargas und John Fisher.
Im Jahr 2019 verkörperte sie die Rolle der Alcina in Marius Felix Langes zeitgenössischer Oper „Der Gesang der Zauberinsel“ bei den Salzburger Festspielen. Zwischen 2020 und 2022 war sie Mitglied der Wiener Staatsoper, wo sie unter anderem als Blumenmädchen in Wagners „Parsifal“, Clorinda in Rossinis „La Cenerentola“, Frasquita in Bizets „Carmen“, Barbarina in Mozarts „Le nozze di Figaro“, Woglinde in Wagners „Das Rheingold“ und „Götterdämmerung“, Stimme des Waldvogels in Wagners „Siegfried“, Najade in Strauss’ „Ariadne auf Naxos“, Adina in Donizettis „L’elisir d’amore“, Konstanze in „Die Entführung ins Zauberreich“ – einer Bearbeitung einer Mozart-Oper – sowie Taumann in Humperdincks „Hänsel und Gretel“ auftrat.
Darüber hinaus sang sie den Sopranpart im vierten Satz „Das himmlische Leben“ aus Gustav Mahlers Vierter Symphonie. Im Jahr 2024 interpretierte sie Musetta in Puccinis „La Bohème“, Gilda in Verdis „Rigoletto“ sowie Donna Anna in Mozarts „Don Giovanni“. Sie wirkte an einer Aufnahme von Pendereckis „Die schwarze Maske“ für
Medici.tv mit, sang die Rolle der Gilda in „Rigoletto“ an der Polnischen Nationaloper sowie die Titelrolle in „Lucia di Lammermoor“ an der Schlesischen Oper in Beuthen.
Sie arbeitete mit Dirigenten wie Giacomo Sagripanti, Bertrand de Billy, Antonello Manacorda, Philippe Jordan, Omer Meir Wellber, Axel Kober, Patrick Fournillier, Kazushi Ono, Tadeusz Kozłowski, Pablo Heras-Casado, Yaroslav Shemet, Antoni Wit und Ben Glassberg zusammen.
Die Künstlerin trat unter anderem an der Polnischen Nationaloper, der Posener Philharmonie, der Nationalphilharmonie Warschau, dem Teatr Wielki in Posen, der Baltischen Oper, der Schlesischen Oper, der Oppelner Philharmonie, der Schlesischen Philharmonie, der Warschauer Kammeroper, beim Festival d’Aix-en-Provence, bei den Salzburger Festspielen sowie an der Wiener Staatsoper auf.
Joanna Kędzior, Foto: Damian Bartoszek