
Die Geigerin Maria Ioudenitch erregte weltweit Aufmerksamkeit, als sie 2021 bei gleich drei internationalen Violinwettbewerben – dem Ysaÿe-, dem Tibor-Varga- und dem Joseph-Joachim-Wettbewerb – jeweils den ersten Preis gewann. Darüber hinaus erhielt sie zahlreiche Sonderpreise, darunter den Joachim-Kammermusikpreis, den Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks sowie den Henle-Urtext-Preis.
2023 wurde sie mit dem Opus Klassik in der Kategorie „Kammermusikaufnahme des Jahres“ für ihr Debütalbum
Songbird bei Warner Classics ausgezeichnet. Das innovative Programm des Albums spiegelt ihre künstlerische Persönlichkeit wider.
In ihren aktuellen Konzerten interpretiert sie Violinkonzerte von Brahms, Barber, Dvořák und Glasunow sowie Prokofjews Erstes Violinkonzert. In ihren Rezitalprogrammen kombiniert sie das etablierte Violinrepertoire mit Werken von Lili Boulanger und Germaine Tailleferre.
Zu den Höhepunkten der Saison 2025/26 zählen Debüts beim ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Marin Alsop, beim Orchester der Royal Danish Opera unter Marie Jacquot, beim Stavanger Symfoniorkester unter Jan Willem de Vriend sowie beim George Enescu Philharmonic Orchestra unter Dennis Russell Davies. Gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Basel und Markus Poschner geht sie auf Tournee nach München, Wien und Ljubljana. Außerdem gastiert sie bei den Bochumer Symphonikern, der Staatsphilharmonie Nürnberg und dem Wiener Kammerorchester und kehrt mit Dvořáks Violinkonzert zum Sofia Philharmonic Orchestra zurück.
Auch in den USA und Kanada ist Maria Ioudenitch regelmäßig zu hören. In dieser Saison tritt sie unter anderem mit dem Vancouver Symphony Orchestra sowie beim North Carolina Symphony Orchestra auf.
Gemeinsam mit dem Pianisten Roman Borisov gibt sie Rezitale im Brucknerhaus Linz, in Staufen und in der Londoner Wigmore Hall. Sie ist Mitglied des Kammermusikkollektivs ensemble132, das Anfang 2026 ein Album mit Werken von Strawinsky und Schumann veröffentlichen wird. Zu ihren Kammermusikpartnern zählen Inmo Yang, Stephen Waarts, Marie-Elisabeth Hecker, Julian Steckel und Pablo Barragán.
In den vergangenen Spielzeiten gastierte sie beim hr-Sinfonieorchester Frankfurt, beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie, beim MDR-Sinfonieorchester Leipzig, beim Royal Stockholm Philharmonic Orchestra, bei der Dresdner Philharmonie sowie bei den Cincinnati und Detroit Symphony Orchestras. Sie arbeitet regelmäßig mit Dirigentinnen und Dirigenten wie Andrey Boreyko, Donald Runnicles, Alpesh Chauhan, Marta Gardolińska, Holly Hyun Choe, Jonathan Bloxham, Yi-Chen Lin, Ryan Bancroft, Kevin John Edusei, Stanislav Kochanovsky, Andrew Manze, Robin Ticciati und Ruth Reinhardt zusammen.
Maria Ioudenitch wuchs in Kansas City auf und begann im Alter von drei Jahren mit dem Geigenspiel bei Gregory Sandomirsky. Sie studierte bei Ben Sayevich am International Center for Music in Kansas City, bei Pamela Frank und Shmuel Ashkenasi am Curtis Institute of Music sowie bei Miriam Fried am New England Conservatory. Anschließend absolvierte sie das Professional Studies Programme der Kronberg Academy bei Christian Tetzlaff.
Maria Ioudenitch, Foto: Andrej Grilc