
Jeremias Fliedl zählt zu den führenden österreichischen Cellisten seiner Generation. Er gastierte bei renommierten Festivals und in bedeutenden Konzerthäusern wie den Salzburger Festspielen, der Mozartwoche Salzburg, der Schubertiade Hohenems, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Carinthischen Sommer, dem Südtirol Festival Meran, dem Festival Ljubljana, CLASSIX Kempten, den Musiktagen Mondsee, dem Vevey Spring Classic Festival, dem International Chamber Music Festival Utrecht, dem Grachtenfestival Amsterdam, dem Viotti Festival, dem Lake District Summer Music Festival, den Salzkammergut Festwochen Gmunden, dem Festival Sankt Gallen sowie im Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, BOZAR Brüssel, Konzerthaus Dortmund, der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg.
Als Solist konzertierte er unter anderem mit dem Orchestre National de Lyon, den Brussels Philharmonic, dem Orchestra Sinfonica di Milano, den Bremer Philharmonikern, dem Thessaloniki State Symphony Orchestra, dem Orchestra della Toscana, dem Wiener Kammerorchester, dem Danish Chamber Orchestra, dem Royal Chamber Orchestra of Wallonia, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, dem Münchener Kammerorchester, den Salzburg Orchestra Soloists, den Zagreb Soloists, dem Zagreb Chamber Orchestra, der Beethoven Philharmonie, dem Matrix Orchestra, dem Changsha Symphony Orchestra, dem Carinthian Symphony Orchestra, dem Austrian-Korean Philharmonic Orchestra, der Philharmonie Olsztyn und dem Kaunas City Symphony Orchestra.
Er arbeitete mit Dirigenten wie Stéphane Denève, Ádám Fischer, Thomas Guggeis, Martin Haselböck, Thomas Sanderling, Case Scaglione und Emmanuel Tjeknavorian zusammen. In der Saison 2026/27 wird er mit Dainius Pavilionis und dem Sinfonieorchester der Philharmonie Szczecin sowie mit Reto Bieri und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim auftreten.
Zu seinen Kammermusikpartnern zählen unter anderem Petrit Çeku, Veronika Eberle, Karen Gomyo, Ariane Haering, Ziyu He, Gerold Huber, Maximilian Kromer, Matthew Lipman, Gerhard Marschner, Callum McLachlan, Nikola Meeuwsen, Nils Mönkemeyer, Daniel Müller-Schott, Benedict Mitterbauer, Julian Rachlin, Timothy Ridout, Linus Roth, Benjamin Schmid, das Simply Quartet, Emmanuel Tjeknavorian, Kiron Atom Tellian, Dimitry Udovichenko und Dominik Wagner.
2024 erschien sein Debütalbum
TRANSFORMATION, aufgenommen mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter der Leitung von Emmanuel Tjeknavorian und veröffentlicht bei Berlin Classics. Die Aufnahme wurde von der internationalen Presse begeistert aufgenommen und unter anderem als „ein opulentes Fest der Celloklänge“ (
BBC Music Magazine), „brillant“ (
Die Presse), „technisch brillant und von erstaunlicher musikalischer Reife“ (
Concerti) sowie „fesselnd“ (
Salzburger Nachrichten) bezeichnet.
Klassik Heute hob besonders den „beseelten Ausdruck“ und das „wunderbare Legato“ hervor.
Der 1999 in Klagenfurt geborene Jeremias Fliedl erhielt seinen ersten Unterricht bei Igor Mitrovic und war anschließend der letzte Schüler von Heinrich Schiff an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sein Bachelorstudium absolvierte er bei Clemens Hagen am Mozarteum Salzburg, den Master bei Julian Steckel an der Hochschule für Musik und Theater München. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt er von Daniel Müller-Schott und Michael Sanderling.
Er ist Preisträger der Wettbewerbe in Liezen, Svirél und Antonio Janigro sowie der erste österreichische Cellist, der beim renommierten Königin-Elisabeth-Wettbewerb ausgezeichnet wurde.
Seit 2022 spielt Jeremias Fliedl auf dem
ex Gendron, Lord Speyer, einem 1693 von Antonio Stradivari gefertigten Violoncello, das ihm als private Leihgabe zur Verfügung gestellt wird.
Jeremias Fliedl, Foto: Julia Wesely