
Der deutsche Tenor Severin Böhm hat sich als Konzert- und Oratoriensänger ein eigenständiges künstlerisches Profil erarbeitet. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht ein Repertoire, in dem Musik und Sprache untrennbar miteinander verbunden sind. Mit der Verbindung von stilistischer Feinheit, klarer Textgestaltung und ausdrucksstarkem Erzählen widmet er sich insbesondere den großen geistlichen Werken von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart. Sein Repertoire reicht vom Frühbarock bis zur Romantik.
Zu den Höhepunkten der Saison 2026/2027 gehören Auftritte in der Philharmonie Szczecin, wo er in Ludwig van Beethovens
Christus am Ölberge und Joseph Haydns
Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze zu erleben sein wird. Weitere Engagements führen ihn nach Frankfurt (Oder) zu Haydns
Die Schöpfung, nach Kiel zu Schuberts
Messe in As-Dur, nach Trier zu Händels
Messias und nach Potsdam zu zwei Aufführungen von Haydns
Die Jahreszeiten.
Bach bleibt auch in dieser Saison ein zentraler Schwerpunkt. Böhm übernimmt die Partie des Evangelisten in der
Weihnachtsoratorium in Stuttgart sowie in der Leipziger Thomaskirche, wo er außerdem als Evangelist in der
Johannes-Passion auftritt.
In den vergangenen Jahren war Severin Böhm bei Festivals, Konzertreihen, in Kirchen und Konzertsälen in ganz Deutschland und Europa zu Gast. Er arbeitete mit Ensembles wie dem Johann Rosenmüller Ensemble unter der Leitung von Arno Paduch, dem Ensemble 1684 unter Gregor Meyer und dem Ensemble Barucco unter Heinz Ferlesch sowie mit Orchestern wie der Staatskapelle Schwerin, der Jenaer Philharmonie, dem Collegium für Alte Musik Vorpommern und L'arpa festante zusammen.
Zu seinen internationalen Engagements zählt ein Auftritt in Paris, wo er das Tenorsolo in Mozarts
Requiem in La Madeleine sang. Weitere Höhepunkte waren Auftritte an der Seite von Franz Grundheber in Rybas
Böhmischer Weihnachtsmesse, die Mitwirkung an der Studioproduktion
Turandot. Kommentar in Leipzig, die Rolle des Lucas Beineke in
The Addams Family an der Comödie Dresden, die Partie des Prinzen in Humperdincks
Dornröschen auf Schloss Hartenfels sowie Belmonte in einer neuen Interpretation von Mozarts
Die Entführung aus dem Serail mit der Taschenoper Lübeck.
Neben seiner Konzerttätigkeit gilt Severin Böhms besondere Leidenschaft dem deutschen Lied. Die Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Johannes Brahms bilden seit vielen Jahren einen wichtigen Bestandteil seiner künstlerischen Arbeit und spiegeln sein anhaltendes Interesse an der engen Verbindung von Text und Musik wider.
Severin Böhm wurde 1991 in Zwickau geboren. Seine erste Ausbildung absolvierte er als Schauspieler in Montréal, bevor er an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig Gesang und Musiktheater bei Christina Wartenberg studierte. Er lebt und arbeitet in Leipzig.
Severin Böhm, Foto: Rico Molaro