Renommierte Dirigenten, Vertreter einer neuen Generation am Dirigentenpult und vier polnische Sinfonieorchester kommen beim Karłowicz Fest in Stettin zusammen. Vom 11. bis 19. Dezember 2026 wird die Stettiner Philharmonie zum Treffpunkt von Künstlerinnen und Künstlern, die mit verschiedenen Zentren des sinfonischen Musiklebens in Polen verbunden sind. Im Mittelpunkt aller Konzerte steht dabei natürlich Mieczysław Karłowicz.
Fünf prägende Persönlichkeiten am Dirigentenpult
Die Festivalkonzerte stehen unter der Leitung renommierter Dirigenten. Im Goldenen Konzertsaal der Stettiner Philharmonie ist Antoni Wit zu erleben, eine lebende Legende der polnischen Dirigentenszene. Maestro Wit hat weltweit konzertiert und einige der renommiertesten Orchester geleitet. Im Laufe seiner langen Karriere hat er mehr als 200 Alben aufgenommen und gehört zu den wenigen klassischen Musikern, deren Tonträger sich über fünf Millionen Mal verkauft haben.
Auch Paweł Przytocki, Künstlerischer Leiter der Łódźer Philharmonie, wird am Dirigentenpult stehen. Er trat mit führenden europäischen Ensembles auf und war bei renommierten Festivals wie dem Musikfest Stuttgart, dem Prager Frühling und Wratislavia Cantans zu Gast. Seine Aufnahme von Rachmaninows Sinfonie Nr. 1 wurde vom amerikanischen Magazin La Folia für ihre „selten erlebte Intensität und musikalische Hingabe“ ausgezeichnet.
Paweł Przytocki (Foto: Marcin Stępień)
Ebenfalls am Dirigentenpult steht Daniel Smith, der vier bedeutende internationale Dirigierwettbewerbe gewonnen hat, darunter den Internationalen Grzegorz-Fitelberg-Dirigentenwettbewerb, bei dem er mit dem Goldenen Taktstock und dem Orchesterpreis ausgezeichnet wurde. Er wird regelmäßig von führenden europäischen Orchestern eingeladen, darunter das Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai in Rom und das Frankfurt Radio Symphony Orchestra.
Auch Maciej Kotarba wird am Dirigentenpult stehen. Beim 2. Nationalen Dirigentenwettbewerb in Breslau gewann er den Ersten Preis und einen Sonderpreis. Zudem erreichte er die Halbfinalrunden renommierter Wettbewerbe, darunter die Donatella Flick LSO Conducting Competition und den 10. Internationalen Grzegorz-Fitelberg-Dirigentenwettbewerb. Er zählt zu den talentiertesten jungen Dirigenten Polens.
Auf dem Festivalprogramm stehen außerdem Konzerte unter der Leitung von Przemysław Neumann, Intendant und Künstlerischer Leiter der Stettiner Philharmonie sowie Gastgeber und Initiator des Karłowicz Fest. Maestro Neumann setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, der polnischen Musik die ihr gebührende Anerkennung und einen festen Platz auf den Konzertprogrammen der Philharmonien zurückzugeben. Seine Aufnahme von Werken Witold Maliszewskis mit der Oppelner Philharmonie brachte ihm eine Nominierung für den Fryderyk-Preis ein. Auch die von ihm initiierte Konzertreihe „Vergessene polnische Musik“ war in Oppeln ein großer Erfolg. Maestro Neumann dirigiert regelmäßig führende polnische Orchester und unterrichtet an der Musikakademie in Posen die nächste Generation polnischer Dirigenten.
Vier Orchester, unterschiedliche Traditionen
Zum Karłowicz Fest gehören auch Konzerte renommierter polnischer Sinfonieorchester. Frische Impulse, Talent und Energie bringt Sinfonia Iuventus namens Jerzy Semkow in das Festival ein. Das Orchester vereint besonders talentierte junge Musikerinnen und Musiker aus Polen. Es ist bei Musikfestivals in aller Welt zu Gast und hat mit Solistinnen und Solisten wie Aleksandra Kurzak, Alena Baeva und Janusz Olejniczak zusammengearbeitet.
Zu hören ist auch das Orchester der Łódźer Philharmonie namens Artur Rubinstein. Das Ensemble blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück. Es gastierte wiederholt auf renommierten Bühnen im Ausland, darunter in der Tonhalle Zürich, im Verdi-Saal des Mailänder Konservatoriums, in der Königin-Elisabeth-Saal in Antwerpen sowie im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Das Orchester arbeitete mit bedeutenden Solisten wie Lang Lang, Piotr Anderszewski und Garrick Ohlsson zusammen und spielte unter der Leitung herausragender polnischer und internationaler Dirigenten.
Wir begrüßen außerdem das Orchester der Polnischen Baltischen Philharmonie, eines der führenden Orchester des Landes. Zu seinem Repertoire und seiner Diskografie gehören zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie Tonträger, darunter Brittens War Requiem unter der Leitung von Sir Neville Marriner und Aufnahmen mit Solisten wie Alena Baeva und Maxim Vengerov. Das Orchester gastierte in zahlreichen Ländern und unternahm Konzertreisen nach China und in die Vereinigten Staaten.
Orkiestra Polskiej Filharmonii Bałtyckiej (Foto: Paweł Jaremczuk)
Natürlich ist auch das Sinfonieorchester der Stettiner Philharmonie mehrfach zu erleben. Seit vielen Jahren widmet sich das Orchester der Förderung der Musik seines Namensgebers Mieczysław Karłowicz. Es blickt auf eine fast 80-jährige Geschichte und zahlreiche Erfolge zurück. Das Orchester gastierte in vielen europäischen Ländern, unter anderem zweimal im Herbert-von-Karajan-Saal der Berliner Philharmonie, im Konzerthaus Berlin und zuletzt in der Elbphilharmonie in Hamburg. Es hat zahlreiche Tonträger eingespielt, darunter Aufnahmen von nahezu allen Orchesterwerken Karłowiczs, und mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern zusammengearbeitet. Allein im vergangenen Jahrzehnt musizierten die Stettiner Philharmoniker mit Bomsori Kim, Christian Tetzlaff und Mischa Maisky.
Karłowicz Fest schon im Dezember 2026
Das Karłowicz Fest ist das erste Festival in Polen, das dem Werk Mieczysław Karłowiczs gewidmet ist. Es wurde anlässlich des 150. Geburtstags des Komponisten ins Leben gerufen.
Vom 11. bis 19. Dezember 2026 begegnen sich in der Stettiner Philharmonie die Musik ihres Namensgebers und die Geschichte seiner Leidenschaften und seiner Liebe zu den Bergen. Auf dem Festivalprogramm stehen Sinfonie- und Kammerkonzerte, eine Ausstellung mit Fotografien Karłowiczs, ein Film, Gespräche und Bildungsangebote.
Das vollständige Programm und Informationen zu Eintrittskarten finden Sie unter
KARLOWICZFEST.PL