
Szymon Naściszewski ist Geiger und Dirigent. Er absolvierte sein Violinstudium an der Fryderyk-Chopin-Universität für Musik in Warschau in der Klasse von Jakub Jakowicz sowie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover in der Klasse von Adam Kostecki. Sein Dirigierstudium schloss er 2023 bei Prof. Łukasz Borowicz an der Krzysztof-Penderecki-Musikakademie in Krakau ab.
Er ist zweifacher Preisträger des Programms „Dirigent – Rezydent“ des Nationalen Instituts für Musik und Tanz. Im Rahmen dieses Programms arbeitete er mit der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot (Saison 2022/23) sowie mit der Oper Krakau (Saison 2024/25) zusammen und entwickelte sein künstlerisches Profil unter der Betreuung von Wojciech Rajski und Piotr Sułkowski weiter. Im Juni 2025 gewann er den Wettbewerb um die Stelle des Assistenzdirigenten an der Oper Wrocław.
Seine Erfahrungen sammelte er als Assistent namhafter Dirigenten, darunter Łukasz Borowicz, Paul McCreesh, Christoph Eschenbach, Antonino Fogliani, Patrick Fournillier, Sascha Goetzel, José Miguel Pérez-Sierra, Wojciech Rajski, Michał Klauza, Tomasz Tokarczyk und Piotr Sułkowski. Er dirigierte Konzerte und Opernaufführungen an führenden polnischen Musikinstitutionen, darunter die Oper Wrocław, die Schlesische Oper in Bytom sowie die Oper Krakau. Darüber hinaus trat er in der Krakauer Philharmonie, der Posener Philharmonie, der Philharmonie Szczecin, der Oppelner Philharmonie und der Podkarpacka Philharmonie auf. Zudem arbeitete er mit Ensembles und Institutionen wie dem Cavatina Philharmonic Orchestra, der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot, dem Elbinger Kammerorchester und dem Tarnower Kammerorchester zusammen.
Er vertrat Polen beim XI. Internationalen Grzegorz-Fitelberg-Dirigentenwettbewerb in Katowice sowie beim International Kodály Conducting Competition in Debrecen. Er nahm an renommierten Kursen und Projekten teil, darunter die NOSPR Masterclass unter der Leitung von Marin Alsop sowie das Royal Opera Festival. Im Oktober 2025 assistierte er Christoph Eschenbach beim Abschlusskonzert des Festivals Wratislavia Cantans, bei dem der III. Akt von Parsifal von Richard Wagner aufgeführt wurde, in Zusammenarbeit mit René Pape, Nikolai Schukoff, Tomasz Konieczny, der NFM Philharmonie Wrocław und dem Kauno Valstybinis Choras.
Sein Repertoire umfasst ein breites Spektrum von Werken – von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik. Im Jahr 2023 dirigierte er die Uraufführung von Vivat Pro Sinfonika! von Krzysztof Meyer, einem Auftragswerk der Posener Philharmonie anlässlich des 55-jährigen Bestehens von Pro Sinfonika.
Im Laufe seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitete er mit herausragenden Solisten, Kammermusikern und Regisseuren zusammen, darunter Piotr Beczała, Joyce DiDonato, Yoav Levanon, Jakub Jakowicz, Michał Znaniecki, Mariusz Treliński, Jochen Schönleber, Zygmunt Krauze und Krzysztof Meyer. Sein Debüt im Orchestergraben gab er mit Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart an der Schlesischen Oper in Bytom. Als Opern- und Ballettdirigent leitete er zudem Don Quichotte von Jules Massenet, Bona Sforza von Zygmunt Krauze, das Ballett Pan Twardowski von Ludomir Różycki sowie das Musical Anatevka.
Ein wesentlicher Bezugspunkt seiner Dirigiertätigkeit bleibt seine Erfahrung als Geiger – als Solist, Konzertmeister, Kammermusiker und Orchestermusiker -, die seine klangliche Sensibilität, sein Gespür für musikalische Dramaturgie sowie seinen natürlichen Dialog mit dem Ensemble prägt.